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50% mehr Lagerfläche bei halbem Platzbedarf
Teilautomatische Lagersysteme KASTO UNITOWER C in der Anwendung


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13.03.2008



Die Wünsche der Kunden nach individuellen Lösungen erfordern gerade auch in den KMU's des Maschinen- und Apparatebaus durchgängige Produktions- und Intralogistik-Abläufe. Der Unternehmenserfolg hängt nicht zuletzt davon ab, Materialien schnell und flexibel verfügbar zu haben, damit die Maschinen und das Personal rationell arbeiten können. Standardisierte, teilautomatische Material- und Blechlagersysteme unterstützen sie dabei.


Die mittelständischen Unternehmen gelten nicht umsonst als die eigentlichen Triebfedern der Wirtschaft eines Landes. Ideenreichtum, schneller Einsatz innovativer Technologien, schlanke Hierarchien, hohe Flexibilität und besonderes Engagement – das sind die typischen Merkmale der so genannten KMU`s. Auf der anderen Seite aber durchleben solche Unternehmen auch schwierige Phasen, wenn sie sich vom kleinen Betrieb zur mittelständischen Firma wandeln.

Oftmals können die vorhandenen Strukturen dem schnellen Wachstum nicht auf dem Fuss folgen, was im Ernstfall dazu führt, dass Maschinen- und Personal-Ressourcen nicht optimal genutzt werden und damit Ertragspotenziale verloren gehen. Weiter in die Zukunft schauende mittelständische Unternehmer investieren deshalb rechtzeitig auch in ihre Infrastruktur und setzen dabei konsequent auf die Möglichkeiten moderner Intralogistik-Lösungen.

Dass damit nicht teure Luftschlösser gemeint sind, sondern zum Beispiel praktische, technisch beherrsch und vor allem bezahlbare Lager- und Materialflusssysteme, ist am Beispiel der Schweizer Firma KKS Ultraschall AG, CH-6422 Steinen/SZ, sehr eindrucksvoll abzulesen. Vor 25 Jahren von Hans-Peter Keller gegründet, hat sich die KKS unter seiner Leitung bis heute zu einem international gefragten Spezialisten für die Ultraschall-Technologie entwickelt.

Das Portfolio des 58 Beschäftigte zählenden Mittelständlers umfasst in zwei Geschäftsbereichen u. a. die Entwicklung, den Bau und den Service von Ultraschall-Generatoren, Ultraschall-Reinigungsanlagen, Behandlungsanlagen zum Elektropolieren, Passivieren und Anodisieren, Trocken- und Nassstrahlanlagen sowie der zugehörigen Wasser-/Abwassertechnik. Außerdem ist man im Vertrieb von Gleitschleifanlagen, Gleitschleifmitteln und Reinigungsmitteln aktiv.

Der zweite Geschäftsbereich befasst sich als Dienstleister mit dem Reinigen, Entgraten, Trocken und Nassstrahlen, dem elektrolytischen Polieren, und Anodisieren von Titan sowie der Oberflächenveredelung von Titan und Edelstahl.


Ratio-Potenzial gibt es überall...


KASTO Unitower C-014

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Steuerpult des Turmlagers; der Betrieb erfolgt im Modus Stationen-/Lagerplatz-Vorwahl und mittels Zustimm-Taste


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Basierend auf dem Know-how von KKS werden die benötigten Geräte und Einrichtungen –bis auf die Vertriebsprodukte – mit einer vergleichsweise hohen Fertigungsintensität komplett selbst hergestellt.
Hans-Peter Keller als Geschäftsführer und Theo Lussy als Produktionsleiter Anlagenbau sind sich einig darüber, dass moderne und leistungsfähige Maschinen plus gut ausgebildete Fachkräfte einen der wichtigsten Faktoren für den anhaltenden Erfolg des Unternehmens darstellen.



Konsequenterweise werden auch alle Rationalisierungs- Register gezogen, um die Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer zu sichern. So war beiden schon länger ein Dorn im Auge, dass die Lagerung und das Handling von Blech- und Kunststoff- Tafeln unzureichend abliefen und dafür auch zuviel Lager- und Verkehrsfläche benötigt wurde.

Außerdem erwies sich das Ein- und Auslagern auf konventionellen Kragarmregalen mittels Stapler wegen dessen Abgasen und der offenen Hallentore nicht nur im Winter als äußerst nachteilig.

Des Weiteren mussten alle Bleche und Kunststoffplatten immer mitsamt der Palettenverpackung aus Holz auf den Kragarmen gelagert werden, wodurch sich weitere Handlings-Aufwendungen ergaben. Schließlich waren für das Handling nicht nur ein Stapler, sondern zumeist auch zwei Mann erforderlich, so dass Theo Lussy hier durchaus erhebliches Rationalisierungs-Potenzial ausmachte. Als er mit dem Vorschlag, doch in ein neuartiges Turm Lagersystem für Bleche und Flachprodukte zu investieren, zu seinem Chef Hans-Peter Keller kam, wurden bald darauf Nägel mit Köpfen gemacht. Die Wahl fiel am Ende auf ein halbautomatisches Lagersystem vom Typ UNITOWER C der Firma KASTO Maschinenbau GmbH & Co. KG, D-77855 Achern. Das Turmlager UNITOWER C bietet als kompaktes, modular konzipiertes Blech- und Universallager gegenüber der Kragarm-Lagerung die Möglichkeit, Hallenfläche einzusparen und dabei gleichzeitig den Lagerplatz mehr als zu verdoppeln. Das Turmlagersystem UNTOWER C besteht aus einem Lagerblock mit vorne an der Längsseite eingehängtem Regalbediengerät (RBG). Dieses RBG wird über einen Zahnstangen-/Zahnritzelantrieb reproduzierbar präzise nach oben/unten gefahren. Das RBG besitzt eine Zieh-/Schiebeeinrichtung mit robustem Kettentrieb zum Ein- und Ausfahren der Trägerpaletten. Die Bedienung erfolgt sehr einfach über die Lagerplatzwahl und das Fahren in die entsprechenden Lager-/Entnahme-Positionen im so genannten Zustimmtasten-betrieb.


Raumhöhe genutzt – Hallenfläche gewonnen


Im Fall KKS wurde ein Lagerturm mit einer Bauhöhe von 6.558 mm erstellt, der insgesamt für 28 Trägerpaletten mit jeweils 1,2 Tonnen Nutzlast ausgelegt wurde. 24 Trägerpaletten weisen eine nutzbare Ladehöhe von 98 mm und 4 weitere Trägerpaletten eine solche von 145 mm auf. Damit ist es möglich, sowohl Edelstahlbleche der Dicken 1,5, 2, 3 und 5 mm als auch Kunststoffplatten (Makrolon) in ausreichenden Mengen einzulagern. Dazu sagte Theo Lussy: „Das Turmlagersystem UNITOWER ist ideal für uns, denn jetzt sind die Blech- und Kunststofftafeln, die ja empfindliche Oberflächen haben, ordnungsgemäß und sicher zu bevorraten. Die Unterlage aus Holz entfällt, das Umpacken ebenfalls. Nach dem Beladen der Standard-Trägerpaletten mittels Stapler oder Kran geschieht das weitere Handling sehr sorgsam und Menschen sowie Material schonend und überdies in Zukunft mit Hilfe eines kranbaren Vakuum-Hebegeräts. Bei Bedarf können wir auf den Trägerpaletten aber nicht nur Bleche, Kunststofftafeln oder Reststücke und ähnliche Flachprodukte lagern, sondern auch Halbfabrikate, Kunststoffteile und elektropolierte Fertigteile in Lagerkästen.“ Die Trägerpaletten (Lagerplatz-Abmessungen) haben nutzbare Flächen von 1.524 x 3.048 mm und können, je nach Bedarf, mit steckbaren Palettenauflagen für verschiedene Beladehöhen oder – zur Aufnahme und Durchfallsicherung von kleineren Teilen/Behältern – auch mit Holz- oder Blecheinlagen ausgerüstet werden. Die höhenoptimierte Fachaufteilung bringt in jedem Fall eine sehr hohe Lagerdichte auf einer kleinen Hallenfläche. Die einfache Platzanwahl erlaubt einen schnellen Zugriff auf das gewünschte Material, wodurch sich die Stillstandzeiten an den Maschinen für die Blech- und Kunststoffbearbeitung reduzieren.


Resümee


Das Be- und Entladen findet in einer ergonomisch günstigsten Höhe statt. Der freie Zugang auf das Material von oben erlaubt den Kran-Einsatz von Handlinggeräten, wie etwa dem schon erwähnten und demnächst vorhandenen Vakuum-Hebegerät. Hans-Peter Keller äußerte sich dazu wie folgt: „Das wahlweise manuelle oder krangestützte Blech- oder Kunststofftafel-Handling gibt uns eine hohe Flexibilität und erlaubt einen optimalen Personaleinsatz. Wo früher öfters zwei Mann zugange waren, sind es heute und erst recht in Zukunft nur noch einer. Wir haben den Platzbedarf für die Lagerung gegenüber dem Kragarmsystem um 50% reduzieren können und verfügen trotzdem über mehr als doppelt so viel an Lagerkapazität. Pro Jahr laufen rund 43 Tonnen an Blechen und Kunststofftafeln durch unseren Betrieb. Mit den gut 30 Tonnen Lagervorrat in Reserve sind wir immer lieferfähig und können sehr schnell auf spezielle Kundenwünsche eingehen. Nach rund 8 Monaten Betrieb des Turmlagers UNITOWER C kann ich sagen, dass wir sehr zufrieden sind und alle Erwartungen erfüllt wurden. Wir haben jetzt auch eine gute Bestands-Übersicht, konnten den Lagerbestand deutlich verringern, Bestellungen sind besser zu planen, wir brauchen nicht mehr soviel Verkehrsfläche bzw. können die gewonnenen Hallenflächen anderweitig und vor allem besser nutzen, und den Staplerverkehr gibt es so auch nicht mehr.“ Alles in allem sind das wohl für einen Mittelständler der guten Gründe genug, eben auch in die Intralogistik im Hause zu investieren und Rationalisierungs-Projekte nicht nur in Gestalt von neuen, leistungsfähigeren Maschinen zu sehen.


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